Teilnahmevoraussetzungen, unsere Auffassung von Tanztherapie, Grundlagen, Zielsetzung, Ausbildungsinhalte - www.tanztherapie.de

Unsere nächsten Termine:

-Orientierungsseminar

Das nächste Orientierungsseminar findet am Sonntag den 21.01.18 statt. (Anmeldungen sind ab sofort möglich!)

Die nächste Ausbildungsgruppe startet im Februar 2018!

Die Telefonzeiten des DITAT:

 

Montag und Mittwoch jeweils von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr

 

Freitags von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

 

Gerne sind nach Vereinbarung auch individuelle telefonische Beratungen außerhalb der angegebenen Zeiträume (z.B. am Abend) möglich.

 

Telefon: 0228 - 46 79 00

E-Mail: info@ditat.de

 

In unserer Institutsambulanz bieten wir Körperpsychotherapie im Einzel- und Gruppensetting an.

Ausbildung:

Unsere neuen Ausbildungsgruppen beginnen i.d.R. im jährlichen Rhythmus

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Informationen zur Ausbildung am DITAT

Allgemeine Informationen zur Ausbildung in Tanz- Ausdruckstherapie am DITAT e.V.

 

Zielgruppen der Ausbildung

Die Ausbildung richtet sich an InteressentInnen, die im weitesten Sinne in helfenden, heilenden, psychologischen, therapeutischen, pädagogischen und künstlerischen Berufsfeldern tätig sind, Äquivalenzentscheidungen für InteressentInnen, die aus anderen Berufsfeldern kommen sind im Einzelfall möglich.

 

Voraussetzungen zur Teilnahme:

  • Mindestalter 24 Jahre
  • Abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium
  • eine mindestens 12-monatige Berufserfahrung
  • Teilnahme an einem Orientierungsseminar
  • Zusendung folgender Bewerbungsunterlagen (erforderlich ab Teilnahme an Baustein II):

1. tabellarischer Lebenslauf, kurzes Anschreiben. 2. Inhalt: derzeitige persönliche bzw. berufliche Situation, evtl. Vorerfahrungen mit Bewegung und /oder Therapie. Berufliche Perspektiven, Erwartung an die Ausbildung.

 

Das Baustein-Programm am DITAT

Bereits erworbene Kompetenzen können individuell und gezielt erweitert werden, um eine den persönlichen und beruflichen Anforderungen gemäße Integration von Tanz- und Ausdruckstherapie in das eigene professionelle Selbstverständnis zu erreichen.
Immer mehr Personen, die sich für Tanz-, Bewegungs- und Ausdruckstherapie als tiefenpsychologische Methode interessieren, verfügen bereits über psycho- oder pädagogisch-therapeutische Vorbildung und/oder tanz-/ bewegungstherapeutische Erfahrungen aus verschiedenen Kompaktcurricula, Grundstufen an anderen Instituten in der Vergangenheit o.ä. Das Bausteinprogramm am DITAT trägt dieser Entwicklung Rechnung.

Seit 1998 bieten wir daher Ausbildungen auch im Bausteinsystem nach dem bewährten Vorbild der amerikanischen "Alternate Route" (ADTA) an. Ein Quereinstieg in den Baustein II und III ist daher möglich.

 

Unsere Auffassung von Tanz-, Bewegungs- und Ausdruckstherapie

Eine ganzheitliche Auffassung ist die Grundlage unserer Arbeit. Bewegen, Fühlen, Denken, Handeln, Sprechen, An- und Entspannung bilden eine Einheit. Dieses kann in jeder Ausdrucksweise spürbar werden - im Tanz ebenso wie im gemalten Bild, im Wort, in der Geste oder in der Musik. Tanz-, Bewegungs- und Ausdruckstherapie benutzen Bewegung und kreativen Selbstausdruck mit dem Ziel einer physischen und psychischen Integration des Menschen. Sprache wird zur kognitiven Einordnung und ebenfalls als kreatives Ausdrucksmittel eingesetzt.

In diesem Sinne ist die tiefenpsychologische Tanz- und Ausdruckstherapie auch eine psychotherapeutische Methode, die verbale und nonverbale Aspekte umfasst. Die Basis unseres Ausbildungsangebotes bildet ein integratives Konzept, das psychoanalytische/tiefenpsychologische, kreativitätsorientiert-künstlerische und pädagogisch-therapeutische Aspekte enthält. Ein Ausgangspunkt tanz-, bewegungs- und ausdruckstherapeutischer Theoriebildung und Methodik ist die Annahme, dass in unserem Bewegungs- und Ausdrucksrepertoire alte und aktuelle Beziehungs- und Begegnungsmuster eingeschmolzen sind, die wir in bewegten Dialogen im Hier und Jetzt (in „Handlungsdialogen") wiederbeleben können. Die tiefenpsychologische Fundierung bezieht sich auf die psychoanalytische Annahme, dass in jedem Menschen ein dynamisch wirkendes Unbewusstes enthalten ist. Seelische Verkümmerung, Verletzungen und Enttäuschungen sowie glückliche und befriedigende Momente aus unserem Leben sind dementsprechend in unser Bewegungs- und Ausdrucksinventar eingegangen.

Es entwickeln sich in tanz-, bewegungs- und ausdruckstherapeutischen Settings also Bewegungsdialoge, in denen oft der Sinn von Lebenshandlungen verborgen ist. Der Tanz wird zum Symbol, er enthält Bedeutungen und Geschichten. Gelingt es dem Menschen, sich seines Ausdrucksrepertoires in der Bewegung, im Bild oder in der Stimme gewahr zu werden, so können dadurch oft auch „vergessene" Gefühle deutlich und verarbeitbar werden.

 

Fünf Faktoren sind für die Arbeit mit Tanz/Bewegung und Ausdruck in therapeutischen Zusammenhängen nach unserer Auffassung bezeichnend:

 

  • Die Freisetzung und Wahrnehmung von Gefühlen und deren Manifestation im (Bewegungs-) Ausdruck.
  • Die Stimulation nonverbaler Kommunikation und deren Reflexion und/oder Aufarbeitung im verbalen und nonverbalen Austausch.
  • Das Spüren von Lebensfreude und Energie in ganzheitlicher rhythmisch-dynamischer Bewegung.
  • Die Förderung des persönlichen Wachstums und die psychische Reorganisation durch ein akzeptantes und klar definiertes tanz/bewegungs- und ausdruckstherapeutisches Setting.

  • Die Strukturierung des Bewegungsausdrucks und die Stabilisierung von eigenen Ressourcen durch körperorientiertes Üben.

Einsatzbereiche der tiefenpsychologischen Tanz- und Ausdruckstherapie

Tiefenpsychologische Tanz- und Ausdruckstherapie kann in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Zur Prophylaxe, das heißt als präventive Maßnahme zur Stabilisierung der Persönlichkeit und zur Vermeidung eines Abbaus oder einer Störung gesunden Potentials.
  • Zur Erhaltung vorhandenen Potentials, ebenfalls im Sinne stabilisierender Maßnahmen.
  • Zur Restitution, das heißt zur Behebung oder Verbesserung von Störungen und Defiziten.
  • Zur Entwicklung, das heißt zur Entfaltung und Förderung vorhandener Fähigkeiten und der Gesamtpersönlichkeit.
  • Zur Unterstützung, das heißt als supportive Maßnahme und Hilfe beim Umgang mit irreversiblen Störungen und Schädigungen.
  • Zur Repräsentation, das heißt im Sinne der Vertretung und Sicherung von kritisch-emanzipatorischen Ansprüchen und Entwicklungen im gesellschaftlichen Kontext und im Sinne einer sich entwickelnden Gesundheitspolitik.
  • Zur Aktivierung von Ressourcen, z. B. im Rahmen traumaorientierter Therapiesettings.

Grundlagen unserer Arbeit

  • der improvisatorische und gestaltende Umgang mit Tanz/Bewegung als
    Hauptmedium sowie mit Musik und Malen als kreativen Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen;
  • der Einsatz von Sprache zur Aufarbeitung des "bewegten Materials";
    Bewegungsbeobachtung und -analyse, basierend auf Laban, Bartenieff,
    Kestenberg und Shahar-Levy;
  • eine leiblich-integrative und entwicklungstheoretische Sichtweise, die die Lebensräume umfasst.

Inhalte der Ausbildung:

  • eine die eigenen Lebensthemen berührende Selbsterfahrung und eine damit einhergehende Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • das Erlernen von Handwerkszeug für den Einsatz von Tanz-/Bewegungs- und Ausdruckstherapie im eigenen Grundberuf
  • eine Erweiterung der theoretischen Kompetenz
  • eigenes Erleben von Kreativität und authentischem Selbstausdruck, schwerpunktmäßig mit Bewegung und Tanz, begleitet von intermedialem Transfer (insbes. Musik, Sprache und Malen);
  • persönliche Arbeit mit aktuellen und biographischen Themen im kontinuierlichen Prozess innerhalb der Gruppe:
  • Anregung zu eigenem Wachstum und Entfaltung ungenutzter Potentiale;
    Aufbau, Stützung, Reorganisation der persönlichen Identität mit Hilfe von Körper,
  • Bewegung und künstlerischem Ausdruck;
  • Anwendung von und Reflexionen zu tanz-/bewegungs- und ausdrucks-therapeutisch-künstlerischen Themen;
  • Erlernen von Entspannungsmethoden
  • Improvisation und Komposition
  • Bewegungslehre/Körperaufbau/Körperbild
  • Nonverbale Kommunikation, Sensibilisierung der Wahrnehmung
  • Motorische Entwicklung und Ausdrucksentwicklung
  • Tanzstile und Tanzgeschichte
  • Entstehung, Entwicklung, Stellenwert und berufspolitische Situation der
    Tanztherapie und Ausdruckstherapie
  • Möglichkeiten und Grenzen von intermedialem Transfer
  • Verbindung von psychologischen Kenntnissen mit tanz-/bewegungs- und ausdruckstherapeutischem Handeln
  • Grundlagen der Tiefenpsychologie, der humanistischen Psychologie und der Systemtheorie
  • Grundlagen tanztherapeutischer Ansätze und Methoden
  • Bewegungsbeobachtung und Bewegungsanalyse
  • Methoden, Interventionstechniken und Dynamik von tanz-/bewegungs- und ausdruckstherapeutischen Prozessen
  • Planung, Analyse, Durchführung und Reflexion von Therapieeinheiten für unterschiedliche Klientel

Hier finden Sie detaillierte Informationen zu

Orientierungsseminaren

Grundstufenausbildung Baustein 1

Grundstufenausbildung Baustein 2

Schwerpunktstufenausbildung Baustein 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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